Niemand
Man erklärt dem Bürger seit Jahren, warum seine Sorgen entweder falsch, moralisch problematisch oder statistisch irrelevant seien — und wundert sich anschließend darüber, dass er sich politisch neue Gesprächspartner sucht.
Hilke Brintrup
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Hier habe ich mal verrsucht herauszufinden, wer denn eigentlich dieser immer wieder angeführte „Niemand“ ist. Schließlich begegnet er uns besonders bei Ideologen ständig. Übrigens: Das Wort „niemand“ ist maskulin Singular und es gibt zu diesem Wort gar keine „weibliche Form“, nicht mal einen Plural (obwohl es doch so viele sind). Das heißt also, dass, wenn sich zwei dieser „Niemand“ begegnen, muss sich einer von beiden durch „die Sprache“ diskriminiert fühlen?
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten:
Walter Ulbricht, Erich Honecker, „die Partei“ und die KPdSU
Niemand wird gezwungen zu gendern:
Studenten, Dozenten, Journalisten, Angestellte, Beamte (und alle werden gezwungen, dieses Kauderwelsch zu konsumieren)
Niemand zwingt Menschen zum Gendern:
Gleichstellungsbeauftragte, Unternehmen, Redakteure, Verlage, Politiker, Kommunen, Hochschulen, Behörden, sogar Gesetze (bzw. Gesetzgeber)
Niemand verwechselt Genus und Sexus:
Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitgeber, Redakteure, Journalisten, Verlage, Politiker, sogar Gesetze, Kommunen, Hochschulen, Behörden, alle, die freiwillig gendern und natürlich die feministischen Genderlinguisten und Innen.
Niemand instrumentalisiert die deutsche Sprache
(abgesehen von „der Neuen Rechten“):
Professor Henning Lobin und Regierungen, Universitäten, der Duden, Redakteure, Kommunen, Behörden, Verlage, und die feministischen Genderlinguisten und Innen
Niemand darf … bevorzugt werden. (Art. 3 Abs. 3 GG):
Frauen, Migranten, Lesben (L), Schwule (G), und der Rest des Alphabets?
„‚Identitätspolitik‘ ist – anders als Klima, Steuern oder Rente – kein Thema, das mit dem Alltag (von irgendwem) zu tun hat und das niemand so richtig versteht.“
(Die Neuen Deutschen Meinungsmacher):
taz, FAZ, ntv, ARD, Deutschlandradio, Deutschlandfunk Kultur, NDR-Kulturjournal, Welt am Sonntag, rbb-Kontraste, frontal 21, der Spiegel, Spiegel TV (alle, die die „Goldene Kartoffel“ 2021 bekommen haben)
„Es wandert niemand in die Sozialsysteme ein.“
(Bärbel Bas):
„Unter allen Beziehern dieser „Leistungen nach Sozialgesetzbuch II“ waren laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit „Datenstand Januar 2026“ rund 46 Prozent Ausländer, also noch nicht eingebürgerte Einwanderer. Besonders oft stammen sie demnach aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan und der Türkei.
Bas könnte das wissen, denn die Agentur in Nürnberg ist ihrem Bundesministerium für Arbeit und Soziales untergeordnet.
Laut den Zahlen der Bundesagentur haben inzwischen 63,4 Prozent aller „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“, also umgangssprachlich Bürgergeld-Bezieher, Migrationshintergrund. In absoluten Zahlen ausgedrückt trifft das auf 2,44 Millionen von insgesamt mehr als 3,85 Millionen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zu.“
(WELT vom 11.05.2026, Seite 4)